Nicht nur im Bereich der Arbeit kommt dieses Thema vor, sondern vor allem auch zwischenmenschlich bzw. zwischen Mensch und Tier. Die Person, die dieses Thema hat, hat auch mehrere Beweggründe dazu. Nun fängt es nämlich an: Es gibt nicht nur dieses eine Thema, an dem gearbeitet werden darf, sondern eben vielschichtige Facetten, gemischt mit anderen Themen. Es gibt Menschen, die wegen der Überfürsorge Kontrolle ausüben (hier geht es zu diesem Eintrag: #1 Überfürsorge – Resonanz- und Spiegelgesetze), oder welche, die ganz andere Beweggründe dazu haben. Mehr kommt dann unter dem Punkt Resonanzgesetz – So zeigt es sich im Leben und das wird dadurch angezogen.

ERINNERUNG: Um weiterzulesen, solltest du vorher unbedingt Einführung in die Welt der Resonanz- und Spiegelgesetze lesen, damit du weißt, dass alles was nun kommt, keine Norm ist. Ich kann hier nur einen kleinen Teil ansprechen, dabei gibt es das Thema in viel mehr Facetten und Ausführungen. Es dient lediglich zur Selbstüberprüfung. Wenn es Fragen hierzu gibt, kannst du mir gerne eine Mail oder einen Kommentar schreiben.

So könnte das Thema entstanden sein

Kontrolle entsteht auf sehr unterschiedlichen Wegen. Es kann erst irgendwann im Alter entstehen, oder auch schon immer eine Veranlagung sein. Es kann aus Angst oder Macht entstehen. Es ist also ein Thema, das ganz unterschiedliche Ursprünge hat.

Ist Kontrolle schon immer ein Bestandteil in deinem Leben? Dann waren schon die Eltern in der Richtung veranlagt. Und so etwas manifestiert sich in uns, ob wir das wollen oder nicht. Natürlich kann das auch in das komplette Gegenteil gehen, aber das ist ja hier gerade nicht das Thema 😉

Personen, die Angst vor bestimmten Dingen haben, üben auch teilweise große Kontrolle aus. Das kann in der Arbeit die Angst vor Versagen, Existenzverlust, etc. sein, was erheblichen Stress verursachen kann. Wenn man alles im Blick und eben unter „Kontrolle“ haben muss.

Ein schlimmes Erlebnis mit seinem Pferd, kann Angst verursachen und dadurch kann die Kontrolle steigen. Sie kann so groß werden, dass die betreffende Person ihr Pferd nur noch absolut berechnend führt oder arbeitet. Das heißt, dass dadurch zuweilen auch viel Gewalt entstehen kann (dabei ist es dieser Person aber nicht bewusst).

Resonanzgesetz – So zeigt es sich im Leben und das wird dadurch angezogen

Man überlässt kaum Aufgaben anderen Personen und wenn doch, wird dies bis aufs Detail kontrolliert. Am liebsten würde diese Person komplett alles alleine regeln. Da das Vertrauen nicht sehr stark ausgeprägt ist, kontrollieren diese Personen auch zuweilen ihre Partner, und das nicht nur ob dieser sie betrügt, sondern auch ob er bestimmte Aufgaben erledigt hat. Egal in welche Richtung, der Spruch trifft auf diese Personen besonders gut zu „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.

Wenn Urlaub geplant wird, Veranstaltungen oder gar eine Autofahrt mit mehreren – diese Person ist immer an erster Stelle und meldet sich zum Dienst. Und das nicht unbedingt um einen Gefallen zu tun, sondern weil sie glaubt, dass es niemand so gut hin bekommt, wie die Person selbst.

Auch bei ihren Tieren, ist die Person sehr darauf bedacht, dass alles nach ihrem Plan läuft. Ist dies nicht der Fall, kann schnell Überforderung und Angst entstehen. Deswegen neigen diese Personen auch dazu, dann auf härtere Hilfsmittel zurück zu greifen. Das Pferd wird relativ kurz gehalten (Zügel oder Strick) und muss aufs Wort hören.

Ironischer weise ziehen diese Personen dann genau das an, was sie eigentlich in ihrem Tun bestätigt: Sie stoßen immer wieder auf andere Personen, die kontrolliert werden müssen. Sobald sie die Zügel länger lassen, geschieht genau das, was sie vermeiden wollten. Dinge gehen schief, sie werden von den betreffenden Personen „verbockt“. Und das immer wieder. Leider ziehen diese Personen aber auch, wie die „Überfürsorge-Personen“, Menschen an, die sie ausnutzen. Sie stellen sich (teilweise unbewusst) extra nicht so clever an, um in den Genuss des bedient werden zu gelangen. Aber je nach Typ der betreffenden Person ist das mehr oder weniger ausgeprägt.

Spiegelgesetz – Das zeigt das Pferd

Da die Person ihr Pferd relativ kurz hält und ihm sowieso (unbewusst) wenig zutraut, verhält sich das eher sensiblere Pferd zurückhaltend und unselbstbewusst. Die Person hat das Gefühl ihr Pferd würde über jeden Stock und Stein stolpern und sie müsse ihm dabei helfen drüber zu kommen. Das Pferd stolpert tatsächlich nur herum und klinkt sich hinter seinem Menschen ein. Es hört auf selbst über das Geschehen nachzudenken und folgt einfach nur – denn sein Zweibeiner regelt ja alles für ihn. Dadurch entsteht aber erst dieses ungeschickte Stolpern und dahintrotten.

Ein Persönlichkeits-stärkeres und / oder unsensibleres Pferd kann anfangen sich ziemlich gewaltvoll dem Ganzen zu entziehen. Das heißt, dass es sich losreißt, extrem auf die unterschiedlichsten Gegebenheiten reagiert und sogar seinen Menschen als Angriffsobjekt sieht. So ein Pferd kontrollieren zu wollen, kann sehr schlimm ausgehen. Je nach Ausprägung und Grund der Kontrolle, kann es heftiger oder harmloser ausfallen. Wenn nämlich andere Themen mitschwingen, kann dies das Ganze noch entschärfen. Themen, wie z. B. Kontrolle aus Angst, Überfürsorge oder Ähnlichem. Das Pferd erkennt nämlich genau aus welchem Grund gehandelt wird.

So kann daran gearbeitet werden

Auch wenn am Anfang wahrscheinlich viel schief laufen wird und du (ich spreche dich nun wieder persönlich an – falls das Thema nicht deines ist, dann ignoriere es einfach 😉 ) am liebsten wieder alles selbst erledigen wollen würdest – halte inne und versuche durchzuhalten. Erst wenn du darin Frieden geschlossen hast, dass der „Beauftragte“ Fehler macht, es vergisst oder es einfach nicht so gut hin bekommt wie du, erst dann wird es besser. Dein Umfeld braucht dein Vertrauen, um aus sich heraus zu kommen. Sie müssen merken, dass du, auch wenn etwas schief läuft, nicht außer dir bist, sondern ruhig bleibst und ihnen noch eine Chance gibst. Es in ihrer Verantwortung lässt und es nicht weiter kontrollierst. Du wirst merken, wie stressfrei es plötzlich wird, wenn man sich nicht mehr um alles kümmern muss.

Genauso auch bei deinem Pferd. Setze dir irgendeine Markierung am Strick und achte darauf, dass du das Seil nicht kürzer nimmst, als es der Marker zulässt. Wenn Äste, Wurzeln oder andere Hindernisse kommen, schaue einfach weiter gerade aus, gehe als Vorbild voran – denn nur das braucht dein Pferd. Sicherlich wird es am Anfang noch herumstolpern und vielleicht sogar mit der neu gewonnenen Freiheit überfordert sein – je nachdem wie stark du dein Pferd kontrolliert hast. Aber halte auch hier durch. Es wird ruhiger und Selbstbewusster und vor allem auch Trittsicher. Bei dem anderen Typus, solltest du nun sehr auf deinen Raum achten. Denn es wird wahrscheinlich nun mit der neu gewonnen Freiheit einiges anstellen. Das selbstbewusstere, unsensiblere Pferd wird nun nicht mehr das Weite suchen, sondern in „Schreck“Situationen auf dich springen wollen. Es wird dich anrempeln und nur noch in deinen Raum kommen wollen. Denn durch die Kontrolle, hast du es leider dazu gebracht, dass es nun auf deinen Körper fixiert wurde. Dies geschah, weil du das Pferd häufig zu kurz hattest und alles nur auf der Körper- oder Berührungssprache verlief. Durch die Nähe kann keine Energiesprache entstehen und somit wird es immer das ihm Bekannte suchen. Die energetische Verbindung muss nun erst aufgebaut werden, und das bedeutet eben, dass du am besten mit einer Gerte oder einem Stab darauf achtest, dass dein Raum für dich safe ist (hier ein Video von mir mit Néo – es geschieht ziemlich zum Schluss, dass ich dann meinen Raum schützen muss, als er fast in mich rein rennt. Bei uns war / ist das nämlich auch ein Thema 😉 ).

Im Großen und Ganzen ist hierbei nun Geduld gefragt. Geduld und eine ordentliche Portion Toleranz. Denn je nachdem, wie stark die Kontrolle bei dir ausgeprägt war, umso länger dauert das Prozedere. Wahrscheinlich werden immer wieder Ereignisse vorkommen, wo du erst einmal gar nicht merkst, dass du wieder etwas kontrollieren möchtest. Das ist nicht schlimm, wenn es geschieht, wichtig ist nur, dass du es für dich erkennst. Aber glaube mir, das Leben ist viel entspannter, wenn man nicht immer auf Patrouille gehen muss, sondern anderen die Verantwortung abgeben und ihnen dabei Vertrauen kann.

Author

Ich heiße Chrissi und ich hatte meine große Entdeckung 2015 - da lernte ich Chi-Horsing (Saliho School von Sandra König) und die Akademische Reitkunst (nach Bent Branderup) kennen, welche mich auf einen komplett neuen Weg brachten... Diesen Weg möchte ich nun hier mit dir auf meinem Blog "Horsensation" teilen!

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