Seit ich überhaupt die Saliho School kenne, habe ich so viel Neues über Pferde erfahren. Und noch mehr kam nun dazu, seitdem ich hier wohne und fast Tag täglich mit diesen facettenreichen Geschöpfen zu tun habe.

Das spannendste ist aber tatsächlich, dass ich meine Pferde teilweise echt falsch eingeschätzt habe. Vor allem Néo, dar  nun schon seit mehr als 9 Jahren an meiner Seite ist…

 Die Frage ist nur, warum schätzen wir unsere Pferde oftmals so falsch ein? Und erreichen damit einen Weg voller Missverständnisse?

Die Pferdesprache soll einfach sein. Zumindest wird das fast schon so suggeriert, wenn man mal die gängigen Bücher darüber durchstöbert. Da werden Gesten und Mimiken gezeichnet und erklärt und übersetzt heißen sie dieses oder jenes. Aber tatsächlich kann man das so pauschal gar nicht sagen. Überhaupt nicht. Die Pferdesprache ist tatsächlich eine höchst komplexe und tiefgreifende Sprache! Und was hat das nun damit zu tun, ob du dein Pferd wirklich kennst? Nun, sehr viel. Denn wie auch bei Menschen unterschiedlichster Kulturen und Sprachen, geschehen auch hier Missverständnisse eben aus diesen Gründen. Braucht das materielle Pferd, in einer bestimmten Situation, diese Antwort, so braucht das Sensible eine ganz andere von uns. Und so kommt es, dass wir durch die Vereinfachung der Pferdesprache durch bestimmte Methoden & Techniken gar nicht mehr wirklich kommunizieren. Und so auch keinen Dialog zustande bekommen, in dem wir mitbekommen, wie unser Pferd überhaupt tickt.

Wie ich Néo falsch eingeschätzt habe

Wir beide sind ja schon durch dick und dünn gegangen und immer hat er mir nach einer gewissen Zeit deutlicher und deutlicher gezeigt, dass das nicht unser Weg ist. Dadurch, dass er so sensibel ist und Druck gar nicht aushalten kann, hatten wir gerade im Horsemanship bodenlose Probleme. Aber weil es das Einzige war, was ich in der Zeit als „Pferdefreundlich“ kannte, krebsten wir in diesem Bereich lange herum. Ich dachte, der Hauptgrund, warum es nicht klappt, war, dass er mir überhaupt nicht vertraut, super ängstlich ist, vielleicht sogar ein Trauma hat und sowieso einen kleinen psychischen Schaden hat… Als ich aber bemerkte, dass wenn andere Leute, die voll und ganz hinter dem Stehen was sie da tun, ihn „bedienten“, klappte alles wunderbar. Da gab es kaum mehr ein losreißen, ein ängstlich sein oder ähnliches. Gut, bei Druck und Gewalt kam niemand weiter mit ihm. Da ist er weg, sowas tut er sich nicht an (braver Néo). Aber als ich das bemerkte, fing ich noch mehr an, an mir zu zweifeln. Denn dann lag es ja plötzlich eben nicht mehr am Néo. Dass er aber ängstlich, bis hin zu panisch sein soll, hat sich bis zum Dezember 2017 gehalten.

So tastete ich mich mit Hilfe anderer Trainer an Néo heran und verlor immer wieder sein Vertrauen. Denn ich glaubte ja nicht an das was ich da tue. Es war alles so mechanisch. Und dadurch, dass ich schon eine so große Angst ihm gegenüber entwickelt hatte, war selbst die vermeintliche „Klarheit“ hinter der Erziehungskonditionierung so gut wie nicht mehr vorhanden. Und so verloren wir uns immer mehr in unserer Hilflosigkeit.

Dann, so zwischen 2013 und 2015 entdeckte ich einige Pferdemenschen, die ganz frei mit ihren Pferden arbeiteten und viel Liebe und Freiraum mit einfließen ließen. Das inspirierte mich, einen neuen Weg für uns beide zu begehen. Erstmals entdeckte ich, dass er kommunizieren möchte. Da wusste ich aber noch nicht, was er genau von mir wollte, aber es wurde plötzlich alles leichter. Weil ich auch dahinter stand. Ich stand zu dem was ich da tat, obwohl ich erstmal gar nicht richtig wusste, was ich da überhaupt genau tat. Schließlich hatte ich da keinen Trainer an meiner Seite. Ich machte alles nach Gefühl und wie Néo darauf reagierte. So entstanden die ersten kleinen Kommunikationsversuche. So lernte ich von ihm, dass er nicht jeden Tag „gearbeitet“ werden wollte. Ihm reichten drei Male in der Woche völligst aus und die auch immer so verstreut, dass er einen Tag dazwischen mindestens frei hatte. Ich zweifelte auch langsam daran, ob er wirklich so ängstlich war, wie ich immer dachte. Denn meistens ging er voraus, wenn andere Pferde scheuten. Aber dann kam in mir hoch, dass er mir wohl nicht vertraute, da er so häufig furchbar aufgedreht und ängstlich schnaubend neben mir her trabte. Es war definitiv immer noch sehr verwirrend und ich verstand ihn noch nicht wirklich. Selbst die Bücher, die ich oben schon erwähnt habe, gaben mir wenig Auskunft über das, was tatsächlich stattfand.

So hielt ich also lange Zeit daran fest, dass mir Néo nicht vertraute. Nachdem ich dann mit ihm im Beritt war und wir wieder heim kamen, gingen wir ziemlich regelmäßig spazieren. Doch es änderte sich schon wieder etwas. Mit jedem Spaziergang wurde er wieder ängstlicher und ängstlicher. Und so gab ich mir wieder die Schuld daran, dass er zwar im Beritt Jemand Vertrauenswürdigen an seiner Seite hatte, es aber in mir nicht fand. Obwohl ich auch schon mit ein paar Wissenshäppchen von Chi Horsing vertraut war, kam ich selbst nicht auf eine gute Lösung. So ging ich also immer seltener ins Gelände, bis ich mich dann für die Talentschmiede angemeldet hatte und ließ es dann komplett sein. Zwei oder drei Monate machte ich dann so gut wie gar nichts mehr mit meinen Pferden, da ich tatsächlich das Gefühl hatte keine einzigen Vokabularien mehr zu verstehen, die sie mir vor die Nase setzten.

Und jetzt kommt das Heftige: Ich ging also mit der Intention zur Talentschmiede, um endlich herauszufinden, was Néo braucht. Na klar, das Vertrauen, aber das kommt ja durch die Sicherheit und die Sicherheit kommt davon, dass ich die Pferdesprache mit all ihren Vokabeln komplett verstehe und weiß drauf zu antworten. Als die ersten Videos von mir und Néo analysiert wurden und ich fragte, ob es daran hapert, dass er mir nicht Vertraut, kam die Antwort von Sandra: „Doch, der Vertraut dir total! Der hat nur irgendwie eine andere Wahrnehmung… Das ist total komisch, das habe ich so noch nie gesehen. Da meint man fast, dass er sich in einer anderen Ebene aufhält und Dinge sehen kann, die Andere überhaupt nicht wahrnehmen können!“ Es war für ihn also wie Volksfest, Elfenparty und anderer Hokuspokus um ihn herum. Das Einzige war nur, dass ich ihm die Welt, in der er sich bewegt, erklären musste. Ich musste ihm den Busch vor uns erklären, das Rascheln der Blätter, das Glitzern der Regentropfen und das rauschen des Windes… Und ihm gleichzeitig eine Ruhe vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Sodass er zwischen „ach die Welt ist so unglaublich wunderschön, märchenhaft und voller toller Dinge“ und „ich verstehe nicht, was da um mich herum abgeht“ sicher bleibt und nicht darüber hinaus kommt und tatsächlich ängstlich wird. Das, was ich als Angst gesehen habe, dieses Traben und starke schnaufen und Kopf in die Höhe recken, war noch keine Angst. Er wollte sich in dieser tollen, wunderschönen Welt präsentieren. Aber wenn so viel tolles und zauberhaftes um einen herum ist, kann das leicht zu einer Reizüberflutung kommen. Und wenn keiner da ist, der ihm alles genau erklärt, nimmt das die Überhand und er ist überfordert. Das ist schon alles. Seitdem wir das heraus gefunden haben, verliere auch ich immer mehr das Denken, dass er in solchen Situationen tatsächlich Angst verspürt und kann auch in die Ruhe kommen, während er neben mir her tänzelt, während ich früher die ganze Zeit darauf gewartet hatte, dass er sich losreißt oder sonst was passiert. Und jetzt zeigt er sich der schönen Welt und glitzert und funkelt mit ihr um die Wette 🙂

Um sein Pferd wirklich kennen zu lernen, muss die Pferdesprache in all ihren Facetten gelernt werden

Wie soll man auch eine gute Unterhaltung führen und eine potentielle Freundschaft aufbauen können, wenn man die Sprache voneinander kaum verstehen kann?

Eine Situation fand ich auch noch sehr interessant. Als ich mit Néo das erste Mal auf dem Platz war und ihn wieder mit zurück nehmen wollte, kam er mir so nahe, dass er dann seinen Kopf über meinen strich. In diesem Moment war das eine Dominanz-geste. Das soll sowas bedeuten, wie „ha! ich bin größer, schneller und stärker als du!“. Wenn das Pferde (Wallache) untereinander machen und es geht gerade ums Kennenlernen oder um Stuten, dann kann man das bestimmt auch mal live sehen. Ab da war ich immer mit dieser Hab-Acht Stellung unterwegs, dass Néo mir bloß nicht wieder seinen Schädel über meinen streicht. Dann geschah es in einer Gasse zwei Mal hintereinander und ich schimpfte mit mir, weil ich nicht schnell genug war, das clever zu verhindern. Doch bei der Analyse hieß es dann, dass es eben gar nichts zu bedeuten hatte. In diesen Momenten, wo einfach nicht genügend Platz vorhanden ist, gibt es für ihn eben nur diese Möglichkeit um mir auszuweichen.

So sind auch angelegte Ohren nicht immer mit Drohen gleichzusetzen. Sondern haben je nach Situation und nach Menschen unterschiedlichste Bedeutungen. Bei mir war das mit Nicki zum Beispiel das Thema Misstrauen und Ablehnung. Ich habe etwas in mir abgelehnt und sie nahm diese Energie von mir wahr. Dass es aber gegen etwas in mir war, konnte sie nicht wissen und verspürte eben nur „Ablehnung – vielleicht auch gegen mich?“. Weil diese Energie so stark bei ihr andockte, ging sie sehr langsam, mit viel Sicherheitsabstand hinter mir und war fast schon dazu gezwungen, die Ohren nach hinten zu legen. Sie waren nicht komplett angelegt – das komplett angelegte ist ja schon wieder die extrem Situation – aber immer nach hinten zeigend. Als ich meine innere Haltung verändert hatte, die Ablehnung auch erkannte und greifen konnte und meine Herzensseite ihr gegenüber öffnete, ging sie plötzlich nicht nur mit Ohrenspiel hinter mir her, sondern ging schnell und trabte sogar. Mehr darüber kannst du hier lesen: Mein neuer Alltag und neue Erkenntnisse – Ein „Saliho School Erfahrungsbericht“

Hättest du das vermutet? Ich bin mit der Intention zur Talentschmiede gegangen um besser mit Néo zurecht zu kommen und tatsächlich war da keine große Sache dahinter… So falsch habe ich ihn eingeschätzt, weil ich sein Verhalten einfach pauschalisiert habe.

Néo 2

Braucht das eine Pferd einfach seine Zeit zum erkunden und empfindet es als wichtig alles genau kennen zu lernen, so ist es beim anderen komplett kontraproduktiv, da es Führung bräuchte und ohne verloren wäre. Und so könnte man immer weiter spinnen. Genauso auch mit den Situationen und wie das Pferd reagiert und was es anschließend tatsächlich zu bedeuten hat. Denn keine Situation gleicht der Anderen. Wenn derselbe Ausdruck heute beim Wasser dieser bedeutet hatte, so bedeutet der selbe Ausdruck morgen beim Gras wieder etwas komplett anderes.

Wir können also die Pferdesprache tatsächlich nicht pauschalisieren. Vor allem nicht, wenn Menschen im spiel sind. Denn dann ist das Ganze noch komplexer, da ja die Spiegelungen der Besitzer noch mit einfließen, was das Pferd dann auch noch mit ausdrückt. Und wenn wir anfangen unsere Vierbeiner genau zu beobachten, ihre Sprache so ernst nehmen, wie in der Schule z. B. den Englisch Unterricht und lernen darauf zu antworten, dann lernen wir unsere Pferde auf einer ganz neuen Ebene kennen. Dann müssen auch keine Erziehungsmaßnahmen mehr greifen oder irgendwelche Kommandos gerufen werden, dann findet einfach  nur noch ein Dialog statt. Und wenn wir Glück haben, lernen wir nicht nur einiges über uns selbst, sondern können beobachten, wie das Pferd wie eine Knospe aufgeht und uns mehr und mehr von sich selbst preis gibt…

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Ich heiße Chrissi und ich hatte meine große Entdeckung 2015 - da lernte ich Chi-Horsing (Saliho School von Sandra König) und die Akademische Reitkunst (nach Bent Branderup) kennen, welche mich auf einen komplett neuen Weg brachten... Diesen Weg möchte ich nun hier mit dir auf meinem Blog "Horsensation" teilen!

6 Comments

  1. Hallo Chrissi,
    sehr lieben Dank für Deinen anrührenden Postings.
    Man kommt dazu, die Welt und das „bestimmte“ Pferd von einer anderen Warte aus zu betrachten.
    „Bestimmt“ drückt den Satz einer meiner Reitlehrerinnen aus: „Jeder bekommt das Pferd, das er braucht.“
    Das heißt ein jedes gibt uns die Möglichkeit/Chance uns in einer bestimmten Weise weiter zu entwickeln.
    Der Eine hat mich nun seit 30 Jahren in Arbeit, der Andere seit fast vier Jahren. Das heißt NICHT, dass die Lehrinhalte dieselben sind.

    Liebe Grüße
    Silke

    • HORSENSATION Reply

      Hallo Silke!
      Das hast du sehr treffend ausgedrückt! Bei mir ist es genau dasselbe 🙂
      LG

  2. Hallo Chrissi,

    ich mag deinen schön gestalteten blog und finde es auch fein, dass du so offen über deine Erfahrungen berichtest.

    Dein Text vom Februar stößt auf Wiederhall, so dass ich gerne einige Zeilen dazu schreiben möchte.

    Wenn man die Frage stellt: kennst du dein Pferd wirklich, könnte man auch die Frage stellen, kennt man sich selbst wirklich? Und was ist mit diesem Wort „wirklich“ gemeint? Wie weit ist man selbst „wirklich“, wenn man einem Tier, einem Pferd gegenüber steht?

    Meine Erfahrung, ich lebe seit fünfundzwanzig Jahren mit Tieren, seit Neuestem auch noch mit Shetland – Ponies dazu, ist, dass Authentizität des Mensch-Seins es für Tiere einfacher macht in Kommunikation zu treten,und um dieses Wirklich-Sein, authentisch sein, echt sein, ringen wir jeden Tag, damit ein entspanntes kommunikatives freudvolles Miteinander möglich ist. Meine Erfahrung ist, authentisch zu sein, erlaubt alles zu sein und das wird von Tieren, auch Ponies angenommen, weil es eindeutig ist, weil es klar ist. Schwierigkeiten treten dann auf, wenn widersprüchliche Informationen an das Tier mit seinem hohen sensuellen Körper gesendet werden, mehrer Infos auf unterschiedlichen Ebenen des Menschen korellieren.

    Ich selbst komme beruflich von der zeitgenössischen Tanzkunst als Choreographin, wo seit Jahrzehnten an ganzheitlicher energetischer Körperlichkeit, gearbeitet, geschliffen, poliert, gefeilt wird. Als Inspirationsquelle für Kreativität in diesem Bereich wird u.a. Philosophie, Medizin, Wissenschaft und therapeutische Grundlagen herangezogen.

    Mit diesem Hintergrund begreife ich jeden Tag, wie wichtig Tieren die Körperlichkeit ist, von der sich Menschen mitunter durch überbordende „Kopflastigkeit“ mehr und mehr entfremden und darum auch gehindert werden, ihren Ausdruck fliessen zu lassen.

    Den unmittelbaren körperlichen, mimischen, gestischen, energetischen Ausdruck in seiner ganzen Komplexität einem Pferd gegenüberstehend zuzulassen, ist auch heute noch für mich immer wieder eine schöne Herausforderung und zu beobachten, wie mein tierisches Gegenüber auf mich reagiert auch. Wobei ich dabei nicht von gegenseitigem Lernen einer fremden Sprache ausgehe, sondern mehr von einem sich gegenseitigem ganzheitlichen Spüren, das dann als Folge auch zu Übereinkünften führen kann, die andere Menschen als Erziehung bezeichnen würden.

    Manches Mal gelingt es mir wunderbar, in diesem tiefen Sein mit all meinen Tieren zu sein, und dann ist das Leben mit ihnen, sich mit ihnen zu verständigen, ganz einfach.

    Durch mein siebenköpfiges Hunderudel, deren menschliche Führerin ich bin, habe ich noch mehr gelernt, immer ganz im Hier und Jetzt zu sein, dadurch wurde mitunter auch sogar telepathische Gedankenübertragung möglich, statt Kommandos und Anweisungen zu geben. Freiwillige beidseitige Übereinkunft ersetzte stundenlanges Training und üben.

    Bei den Ponies, die ich seit einem Jahr habe, überlasse ich es ihnen und mir, einander kennen zu lernen, in dem ich ihnen und mir alle Zeit der Welt gebe, aufeinander zu zu gehen. Ich gebe zu ,die Haltung von shetland-ponies ist einfacher, da auf einem großen Grundstück mit Offenstall, sie übers ganze Jahr unterm Sternenhimmel draußen sind und man nur raus zu treten braucht, um unter ihnen zu sein, sie zu beobachten, sich zu ihnen zu gesellen, absichtslos, nichts zu wollen, und mit der Zeit finden Kommunikations-Übertragungen statt, gegenseitige Übereinkünfte, Verständigung, die nur über beidseitige Freiwilligkeit passieren.

    Dazu muss ich sagen, dass meine Mini-Shetland-Ponies für mich keinerlei „nützliche“ Gebrauchs-Funktion haben, sondern ich sie um ihrer Selbst willen, um ihrer Art willen bei mir habe, um meinen Alltag mit ihnen zu gestalten und mit ihnen zu kommunizieren, sie und mich zu fördern, ich züchte auch nicht. Das vereinfacht auch, sich Zeit zu nehmen, keinen Druck zu haben und ermöglicht kreativ und spielerisch an Kommunikation über Körper, Gestik,über Laute, über Objekte, über Positionierung im Raum an sie heranzugehen, auf sie zu zu gehen, sie auf mich zu gehen zu lassen.

    Egal ob Landraubtiere, die ja Hunde sind oder Flucht- Weide-Tiere wie Pferde, in meinem Falle Ponies, wie ich es jetzt gerade erlebe, ist es sehr erfüllend, sich zu erlauben, Dinge zwischen Pferd und seinem/ihrem Gegenüber erlebbar zu machen, ohne es benennen zu müssen, ohne es einordnen zu müssen, ohne Methode definieren zu müssen, lässt es doch auch zu, den ganzen Raum für die ganze Komplexität des Seins, sowohl des Menschens als auch des Tieres miteinander erlebbar zu machen, oder?

    Ich freu mich über deinen blog und wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Inspiration auf deinem Weg mit deinen Pferden.

    Mit lieben Grüssen
    Astrid B.

    • HORSENSATION Reply

      Hallo liebe Astrid,

      danke für deinen wertvollen Beitrag!
      Es ist immer wieder schön zu lesen, wie Pferdemenschen unterschiedliche Pfade begehen und sich dann auf der selben Lichtung treffen 🙂

      LG!

  3. Liebe Chrissi,

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich bin oft verzweifelt und möchte keine falschen Zeichen geben und Missverständnisse vermeiden. Oft habe ich das Gefühl ich verstehe mein Pflegepferd nicht richtig. Ich würde so gerne in ihren Kopf schauen und wissen was da vor sich geht. Oft befürchte ich, dass sie meine Unsicherheit merkt und mir dann nicht richtig vertrauen kann. Wobei es oft Situationen gibt bei denen ich merke, dass da schon Vertrauen da zu sein scheint. Dein Beitrag macht mir jedenfalls Mut weiter an unserer Kommunikation zu arbeiten und irgendwann verstehe ich hoffentlich diese sehr komplexe Pferdesprache besser. Und vorallem da im Stall die meisten eher ‚klassisch‘ mit ihren Pferden umgehen und sich wahrscheinlich wundern, dass ich oft einfach nur neben ihr stehe und sie beobachtet und ausprobiere wie sie auf meine Bewegungen etc reagiert. Da tut es erst recht gut zu wissen, dass es auch andere Menschen gibt die mehr über ihr Pferd wissen wollen, als nur mal nen schönen Ausritt zu haben. Ich freue mich weitere Artikel von dir zu lesen. Gerne würde ich auch mehr über Chi Horsing erfahren. Liebe Grüße, Nadine

    • HORSENSATION Reply

      Hallo liebe Nadine!
      Es ist auch für mich schön zu hören, dass auch immer mehr Menschen für sich beschließen einen komplett anderen Weg zu gehen, als den, der im Stall z.B. vorgelebt wird. Das kostet ja auch Mut, für sich und sein Tun gerade zu stehen und es einfach weiter zu machen – egal wie „schief“ die Anderen einen dabei ansehen. Das finde ich sehr stark von dir! Mich hat das immer sehr viel Überwindung gekostet…
      Und vielen lieben Dank für dein liebes Feedback, über sowas freue ich mich immer sehr!! <3
      GLG!

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