Seit meiner wichtigsten Entdeckung (hier kannst du davon lesen) sind nun schon 841 Tage bzw. 2 Jahre und 110 Tage vergangen. Warum ich das so detailliert aufzähle? Ich habe das Bedürfnis ein paar meiner Einträge noch einmal unter die Lupe zu nehmen und meinen heutigen Standpunkt dazu zu äußern. Dabei wähle ich natürlich nur die aus, zu denen ich auch mittlerweile eine andere Meinung habe. Das hilft mir dabei, meine Veränderungen zu erkennen und zu sehen, in welche Richtung dieser neue Weg bisher gegangen ist. Du kannst das auch mit deinen Themen probieren. Auch wenn es manchmal schwierig ist, auf etwas Vergangenes zu blicken, zu dem man so gar keinen Bezug mehr hat, kann das dennoch sehr aufschlussreich sein. Wir können daraus sehr viel ziehen, sei es Motivation, weil man schon einen so großen Schritt gegangen ist oder weil man sich sehr positiv entwickelt hat. Falls keine Veränderungen sichtbar sind, kann man reflektieren, warum das so ist und dann den ersten Schritt in die Entwicklung wagen. Das funktioniert mit verschiedenen Themen, wie z. B. in der Beziehung zu seinem Partner (wie man zusammengewachsen ist, welche Zeiten man durchgemacht hat, …) oder eben mit seinem Pferd. Bei mir geht es nun um letzteres Thema. Starten wir!

Zaum mit Gebiss oder ohne

joanne-o-keefe-270785Dieser Eintrag ist mein erster gewesen. Ich meine mich zu erinnern, dass ich schon lange vorher den Blog drumherum fertig hatte und dann überlegte, was ich nun schreiben soll… (Damals war mein Blog übrigens noch nicht bei WordPress – nur mal so als Fakt nebenbei 😉 ) In der Zeit habe ich tatsächlich auch komplett auf das gebisslose Reiten umgestellt. Mein damaliges Pferd ritt ich aber schon mehrere Jahre ohne Gebiss. SO STEHE ICH ZUM INHALT: Heute ist es für mich selbstverständlich, dass Gebisse in kein Pferdemaul gehören – es ist tatsächlich ein fester Standpunkt geworden. Der Eintrag war so zwar der Startschuss, dass ich Néo ohne Gebiss ritt, aber war dann dennoch dafür, wenn Jemand anderes meinte, er wolle mit Gebiss reiten (im Beritt zum Beispiel). Das hat sich komplett geändert. Zudem ist auch am Ende mein Fazit auch recht schwammig ausgefallen. Ich finde, dass ich da zu sehr darauf bedacht war, beide Seiten zu sehen und zu honorieren. Für mich sind Reiter, die ein Gebiss verwenden, noch lange keine Tierquäler, aber dennoch sehe ich dem Ganzen skeptisch gegenüber, wenn sie davon reden sanft zu reiten, oder besonders pferdefreundlich zu sein, etc. … Denn bis heute habe ich mich mit diesem Thema stark auseinander gesetzt und einiges an Wissen angesammelt, welches ziemlich gegen die Verwendung eines Gebisses wirkt. LETZTES FAZIT: Als erster Eintrag war er nicht so klug gewählt, da mich die Besucher ja noch gar nicht kannten. Aber das Thema hat mich sehr beschäftigt und so fasste ich meinen Mut und schrieb einfach drauf los. Jeder fängt mal klein an 😉

Gedanken zu Erziehungsmethoden

Gedanken zu ErziehungsmethodenEin paar Blogeinträge sind vergangen und ich schrieb meine ersten Gedanken über gewisse Methoden auf. Ich las in der Zeit wohl ziemlich viele Artikel anderer Blogger, die mich dann für diesen Eintrag inspirierten. SO STEHE ICH ZUM INHALT: Auch wenn die Kernaussage nicht schlecht ist (weniger nach Methoden, mehr nach Gefühl arbeiten), verwendete ich hier noch Konditionierung und bestand vor allem auch darauf, dass mein Pferd das tut, was ich sage. Heute empfinde ich es nicht mehr als schlimm, wenn mein Pferd eben nicht das tut, was ich befehlt habe, denn es hatte dazu ja einen bestimmten Grund. Meine Aufgabe dabei ist es, diesen Grund heraus zu finden und daran zu arbeiten. Und damit meine ich nicht am Pferd, sondern an mir. Erst dann probiere ich es nochmal. Denn mit der Zeit hat sogar das minimale Tippen sogar Stress in Néo verursacht, weil er gar nicht verstehen konnte, was ich von ihm wollte – und vor allem warum ich das von ihm wollte. Ich hätte nie gedacht, dass Druck tatsächlich auch psychische Gewalt auslösen kann, ohne dass man Äußerlich etwas derartiges erkennen kann. LETZTES FAZIT: Die Kernaussage finde ich immer noch gut, aber meine Umsetzung eher weniger. Trotz meiner damaligen Bemühungen partnerschaftlich mit meinem Pferd umzugehen, war ich dennoch Befehlshaberin.

Pferde spiegeln unsere Seele

Pferde spiegeln unsere SeeleMein zweiter Kontakt mit Chi-Horsing (Saliho School). Das Grundwissen Seminar hat mich schon so geflasht, das 6 Tages Seminar umso mehr… Ich hatte da tatsächlich noch einen Platz mit meinem Néo ergattern können. Eigentlich wollte ich einen richtigen Bericht darüber schreiben, aber der wäre zu tief in die Materie gegangen (1. zu viel Input und 2. zu persönlich). Was ich aber unbedingt noch dazu schreiben möchte: Der Aufenthalt dort war tatsächlich der Anfang einer krassen Entwicklung – besonders in mir persönlich. Ein kleiner Schneeball wurde ins Rollen gebracht und hat sich mit der Zeit zu einer riesen Kugel geformt – so viel hat sich in meinem Leben geändert. SO STEHE ICH ZUM INHALT: Alles was ich niedergeschrieben habe, wurde extrem komprimiert. Anders wäre das gar nicht möglich gewesen. Man könnte mit diesem Wissen ein kompletten Roman schreiben. Deswegen sind vielleicht ein paar Dinge nicht unbedingt exakt richtig wiedergegeben, weil es anders gar nicht gegangen wäre. Aber mit der Zeit, in den folgenden Einträgen, kann man schon ziemlich gut die fehlenden Puzzle Teile zusammensetzen. LETZTES FAZIT: Auch wenn der Eintrag nicht so geworden ist, wie ich es ursprünglich geplant hatte, ist er für mich einer der wichtigsten. Denn das was für mich dahinter steckt, ist so groß und hat mein Leben unglaublich bereichert.

Selbstreflexion: Was will ich wirklich?

IMG_5922[1]Dieser Eintrag war der Abschluss der Akademischen Reitkunst. Hier wurde mir bewusst, was dieser Ehrgeiz mit mir anrichtete und zeigte sehr stark, dass so etwas ohne Gewalt auch gar nicht möglich war. Ich erkannte, dass ich schon wieder etwas Gefundenes aufgeben musste, weil es nicht mehr reinpasste. SO STEHE ICH ZUM INHALT: Ich stehe definitiv noch komplett hinter all das Geschriebene, deswegen wollte ich gerade diesen Eintrag noch mit hier rein nehmen. Denn alle Einträge davor waren doch noch etwas von Druck und Konditionierung geprägt. Geht ja nicht anders, wenn man einem Pferd etwas über Kappzaum beibringen möchte. Die Hintergedanken sind zwar richtig gewesen, aber an der Umsetzung hat es bei mir einfach noch nicht so hin gehauen. LETZTES FAZIT: Dieser Eintrag war letztendlich der Startschuss für Chi-Horsing und daraus entwickelte sich dann auch die Idee für die Blogserie. Seitdem habe ich nur noch ab und zu im Freien akademisch gearbeitet und auch sofort aufgehört, sobald ich bemerkte, dass mein Ehrgeiz immer mehr wollte.

Der Abschluss

Ich werde wieder zurückkehren zu ganz normalen Artikeln. So entsteht einfach kein Zwang für mich, unbedingt etwas Schreibens-wertes für die Blogserie zu finden. Die Themen möchte ich natürlich weiter immer wieder, je nach dem was eben passt, mit aufnehmen. Aber ich möchte mich nicht mehr auf etwas bestimmtes versteifen müssen. Das war übrigens schon das zweite Mal, dass ich eine Serie aufgegeben habe. „Review of Moments“ oder „Wochenrückblick“ war eine Serie, in der Néo im Beritt war und ich eben eine Zusammenfassung der vergangenen Woche geschrieben habe. Auch das hat für mich nach einer Zeit auch nicht mehr gepasst. Nun musste ich es wohl einfach nochmal ausprobieren um wirklich zu bemerken, dass das meine Kreativität hemmt 😀 Naja, beim zweiten Mal wird man hoffentlich schlauer (wenn doch irgendwann wieder sowas kommt, dann bitte schreib mir in den Kommentaren, dass ich sowas nicht mehr machen wollte 😉 ).

Wenn du möchtest, kannst du mir in den Kommentaren Themen-Ideen schreiben, zu denen ich meinen Senf dazu geben einen Eintrag schreiben soll – ich finde andere Blickwinkel immer sehr interessant!

ENDE

Author

Ich heiße Chrissi und ich hatte meine große Entdeckung 2015 - da lernte ich Chi-Horsing (Saliho School von Sandra König) und die Akademische Reitkunst (nach Bent Branderup) kennen, welche mich auf einen komplett neuen Weg brachten... Diesen Weg möchte ich nun hier mit dir auf meinem Blog "Horsensation" teilen!

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