Für mich ist das Lesen eine Entdeckungsreise und bereichert immer wieder den Umgang mit meinem Pferd aufs Neue. Natürlich soll man nicht alles komplett nehmen und bei sich und seinem Pferd anwenden wollen, das geht auch gar nicht. Es sind lediglich Erkenntnisse anderer Menschen, die wir für uns überprüfen sollten und die Dinge übernehmen, die wirklich zu einem passen und sinnvoll erscheinen. Hier liste ich einmal auf, welche Bücher ich sehr interessant finde und was ich da heraus ziehen konnte. Viel Spaß 🙂

Der Weg zum guten Reiten

von Silke Hembes (Kosmos)

Dieses Buch finde ich wirklich richtig gut! Es gehört, meiner Meinung nach, in jede Reiterbibliothek! Hier wird von Anfang an komplett alles erklärt, was zum guten Reiten führt. Sie lässt nicht einmal die Haltungsbedingungen aus, da es (auch) für sie die wichtigste Grundlage und Voraussetzung ist. Dann geht sie wunderbar auf den richtigen Sitz ein- und zwar komplett vom Kopf bis zu den Zehen! Mehrere Seiten lang! Ich habe mich danach auf mein Pferd gesetzt und habe plötzlich alles spüren können! Sie hat das so gut erklärt, dass ich nun nur durch das Gefühl meinen Sitz immer wieder optimieren und verbessern kann. Verschiedene Übungen kommen auch nicht zu kurz, wie z.B. Schulterherein, Travers, Passade, Übergänge, Konterkurzkehrt, uvm…
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Befreie dein Pferd • Befreie dich selbst

von Maksida Vogt (Cadmos)

Ja… Dieses Buch ist sehr… anders. Wenn dir Haute Ecole etwas sagt – das ist so ähnlich. Ich möchte zwar nicht das Reiten aufhören, aber dieses Buch hat mir sehr geholfen eine Beziehung zu meinem Pferd aufzubauen. Auf ihn zu achten und ihn verstehen zu lernen. Ich empfehle dieses Buch einfach jeden, da es so viel beinhaltet, was für eine Pferd – Mensch Beziehung wichtig ist. In diesem Buch geht es darum, warum wir Menschen so gerne Reiten und damit den ganzen Ballast auf unser Pferd abladen. Der Titel sagt es aus – man soll sich und sein Pferd davon befreien. Und das heißt bei ihr: aufhören zu reiten. Ich sehe aber keinen Sinn, wenn man alles dafür macht, dass das Pferd vom geritten werden profitiert. Aber sonst gibt es für viele Halt, die nicht mehr reiten können oder wollen, dass es einfach mehr gibt, was man mit diesen wundervollen Vierbeinern machen kann!

Die besten Übungen • Feines Freizeitreiten

von Claus Penquitt (Kosmos)

Claus Penquitt schrieb schon das Buch: „Die Freizeitreiter-Akademie“, welches sehr beliebt wurde. Er reitet nach barocken, altkalifornischen und iberischen Vorbildern und bezieht sich auch auf die alten Meister. Ich finde das Buch sehr hilfreich um das Training abwechslungsreich zu gestalten. Die Übungen sind übersichtlich auf je zwei Seiten beschrieben und werden meist mit Hilfsmitteln, wie Pylonen, Stangen, etc. geritten. Da in der Akademischen Reitkunst eher weniger mit solchen Dingen geübt wird, ist das für das Pferd auch mal wieder spannender. Auch diese Übungen gymnastizieren und das Pferd arbeitet wieder motivierter mit, das es durch die Hilfsmittel am Boden eher einen Sinn in den Übungen sieht als ohne. Ich finde das Buch wirklich super gemacht und werde es des öfteren ins Training mit einbeziehen.

Denn Pferde lügen nicht • Neue Wege zu einer vertrauten Mensch-Pferd-Beziehung

von Mark Rashid (Kosmos)

Dieses Buch bekam ich einmal zum Geburtstag. Damals dachte ich eigentlich, dass die Druck und Dominanz – Theorie die Einzige ist, die funktioniert. Es ist etwas aufgebaut wie eine Biografie, aber super schön zu lesen! Er erzählt hier seinen Weg, wie er zu den Pferden kam und von einem alten und stillen Mann lernen durfte. Dinge, wie, dass Pferde einen „verarschen“ wollen, widerlegt er völlig, da Pferde einfach nicht lügen – wie der Titel ja schon sagt. Er schaute sich auch verschiedene Führungspersönlichkeiten in der Herde an und entdeckte, dass es die sanften und die dominanten Führer gab. Beide wurden in der jeweiligen Herde gleichermaßen respektiert, wohingegen die Pferde unter den sanften Führer wesentlich entspannter und zufriedener wirkten. Außerdem sah er auch, dass die Führer sich je nach Situation abwechselten – also je nach Talent des Pferdes.
Dieses Buch, auch wenn Mark Rashid die Westernreitweise praktiziert, empfehle ich wirklich jeden, da es so viel über die Pferdeseelen aussagt!

 

Author

Ich heiße Chrissi und ich hatte meine große Entdeckung 2015 - da lernte ich Chi-Horsing (Saliho School von Sandra König) und die Akademische Reitkunst (nach Bent Branderup) kennen, welche mich auf einen komplett neuen Weg brachten... Diesen Weg möchte ich nun hier mit dir auf meinem Blog "Horsensation" teilen!

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